Erdi Schneidtechnik von BESSEY – von der Blechschere bis zur Haushaltsschere 


Wer braucht eigentlich eine Blechschere mit Sinterstahleinlage?

Was dem einen exotisch erscheinen mag, bedeutet für den anderen eine enorme Erleichterung im Arbeitsalltag. Unter dem Markennamen Erdi bietet BESSEY Qualitätsscheren für jede Anwendung – von der leistungsstarken Blechschere bis hin zu hochwertigen Combi-Scheren für Haushalt, Heimwerkstatt und Garten.


Die Idealschere D39ASS ist dank Sinterstahleinlage im Gewerbe besonders leichtgängig und durchtrennt Bleche von bis zu 1,2 mm Dicke. Das Schneiden verschiedener Haushalts-Materialien gestaltet sich mit der Mehrzweck-Schere D820 höchst komfortabel dank Weichstoffeinlagen in den Griffaugen. Ob für das Profi-Metallhandwerk oder für den Hausgebrauch: ERDI Schneidwerkzeuge sind genau auf die Bedürfnisse der Anwender ausgerichtet.


Soll dickes oder dünnes Blech geschnitten werden, in einer geraden Linie oder in einer Kurve? Soll in einem rechten oder linken Bogen geschnitten werden? Wie häufig wird das Werkzeug verwendet? Antworten auf diese Fragen liefert das umfangreiche Erdi Schneidwerkzeug-Sortiment. Denn für die vielfältigen Anwendungsgebiete im Profihandwerkbereich bietet BESSEY neben traditionellen Normalblechscheren – Schneide und Griff sind in einem Stück geschmiedet – auch hebelübersetzte Scheren, deren Schneide und Griff separat gelenkig gelagert sind. Bei letzteren reduziert sich der erforderliche Kraftaufwand durch die zusätzliche Hebelübersetzung um ca. 25 Prozent, einige Modelle erbringen aufgrund ihrer Konstruktion nochmals mehr Kraftersparnis. Mühelos schneidet die hebelübersetzte Schere so auch durch härtere Materialien, wie Edelstahlbleche mit bis zu 1,0 mm Stärke. Darüber hinaus gibt es Scherenarten für alle Aufgaben: Durchlaufscheren mit langen Schneiden sind spezialisiert auf gerade Schnitte, Figurenscheren eignen sich vor allem für gebogene Schnitte und Idealscheren schneiden sowohl exakte Geraden wie auch Kurven. Ist eine Schere links- bzw. rechtsschneidend, ist sie besonders geeignet für gebogene Schnitte in die jeweilige Richtung. 


Die beeindruckende Produktbreite ist nicht alles: Durch zahlreiche Varianten und Griffformen sucht auch die Produkttiefe der ERDI Schneidwerkzeuge ihresgleichen. 

Seit 1979 gehört Erdi zu BESSEY.



Tipps und Tricks für einschneidenden Erfolg mit unseren Blechscheren


Aus dem Arbeitsalltag von Klempnern, Bauschlossern, Dachdeckern oder Trockenbauern sind Handblechscheren nicht mehr wegzudenken. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn dünne Bleche, Blechprofile oder weiche Metalle geschnitten werden müssen – und dies mehrmals täglich. BESSEY ist mit der im Markt bekannten Erdi Blechscherenmarke ein Spezialist im Bereich der manuellen Schneidwerkzeuge. Und hier geben die Anwendungstechniker von BESSEY wertvolle Tipps, was es bei der Wahl der richtigen Blechschere und im Umgang mit ihr zu beachten gilt.


Am Anfang steht Qualität der Blechscheren!

Um dauerhaft auch bei hoher Belastung optimale Arbeitsergebnisse zu erzielen, steht ganz vorne die Qualität – sowohl von Rohmaterial als auch der Verarbeitung. Alle Schmiedeteile der Blechschere, vor allem im Scherenkopfbereich, müssen gratfrei sein und an den Griffen dürfen keine Kunststoffreste überstehen. Sauber geschliffene Schneiden sind ein weiteres Merkmal für ein Qualitätsprodukt, denn nur sie hinterlassen gratfreie Schnitte und unterstützen ein leichtgängiges Schneiden. Darüber hinaus sollte auf die Hersteller-Kennzeichnung geachtet werden. Denn auch sie ist ein Indiz für eine hochwertige Blechschere.


Entsprechend dem zu bearbeitenden Material und der Einsatzhäufigkeit stehen unterschiedliche Schneidenqualitäten zur Auswahl, wie etwa Qualitätsstahl, Edelstahl, Edelstahl Spezial, HSS und HSS-TiN. Das Schneiden von Edelstahlblech beispielsweise stellt für Scheren eine besondere Herausforderung dar. Hier zahlt sich der Einsatz von Hochleistungsscheren mit eingesetzten HSS-Schneiden aus, denn sie erfüllen höchste Ansprüche an Standzeit und Schneidleistung. Bei der Ausführung HSS-TiN ist der Scherenkopf zusätzlich mit einem verschleißreduzierenden, extrem harten Titannitrid überzogen. Das ergibt eine noch höhere Standzeit auch bei harten Materialien. 


Normalblechscheren sind sehr robust, da Schneide und Griff aus einem Stück geschmiedet sind. Die Schneidkraft ergibt sich bei ihnen aus dem Verhältnis Schneidenlänge zu Grifflänge. Weniger Kraft zum Schneiden wird beim Einsatz hebelübersetzter Scheren benötigt. Sie bestehen aus einem Scherenkopf und einem Griff. Beide Teile sind für sich gelenkig gelagert, so dass sich eine zusätzliche Hebelübersetzung ergibt, die den Kraftaufwand um ca. 25 Prozent reduziert.


Die Aufgabe entscheidet!

Wie in allen Werkzeugbereichen, sollten Blechschere und Anforderung exakt aufeinander abgestimmt sein. Für durchlaufende Schnitte durch das Blech oder zum Ausklinken sind Durchlaufscheren passend. Sie kommen perfekt zum Einsatz, wenn Bleche in der Mitte oder im Randbereich getrennt werden. Figurenscheren eignen sich am besten für feine, enge Radienschnitte im Randbereich der Blechtafel. Ihre Schneidenform ermöglicht äußerst enge Kurven oder Figurenschnitte. Idealscheren sind die Allrounder unter den Blechscheren. Sie eignen sich für durchlaufende Schnitte durch das Blech ebenso wie für große und kleine Konturen oder Radien.

 

Jede Scherenart gibt es in rechts- und in linksschneidender Ausführung. Ein verbreiteter Irrtum ist, dass linksschneidende Scheren für Linkshänder geeignet sind. Das ist nicht der Fall. Die Bezeichnung gibt ausschließlich an, in welche Richtung Radienschnitte durchgeführt werden können. Bei linksschneidenden Scheren verläuft der Radius nach links. Umgekehrt schneidet die rechtsschneidende Schere Bögen nach rechts.


Das richtige Handling!

Doch nicht nur die Qualität der Schere beeinflusst das Ergebnis. Wichtig ist auch das richtige Handling: So muss das Blech beim Schneidvorgang direkt auf der Schneidbacke aufliegen, um ein optimales Schnittbild zu erreichen. Liegt es nicht exakt auf der Schneidbacke auf, verzieht es sich häufig. Zudem erhöht sich der Kraftaufwand beim Schneiden, während sich die Standzeit reduziert.

Zum Schneiden wird die Schere weit geöffnet und das Blech möglichst weit in das Maul der Schere geschoben. Die Schere wird beim Schneiden nicht ganz geschlossen, sondern bereits nach etwa ¾ der Schnittlänge geöffnet und nachgesetzt. So entsteht der gewünschte gratfreie Schnitt. Wird die Schere komplett geschlossen, dann entstehen bei jedem Schnitt kleine Querrisse am Schnittende.

Handblechscheren sind zum Schneiden von dünnen Blechen aus Metall und Stahl mit einer Stärke von 1,2 bis 1,9 mm gemacht. Sie sind nicht geeignet zum Durchtrennen von runden und eckigen Metallformen, wie beispielsweise Draht. Solche punktförmigen Belastungen führen zum Ausbrechen der Schneiden.

Falls die Handkraft beim Schneiden eines Bleches einmal nicht ausreicht, liegt es entweder daran, dass die Schneiden stumpf sind und nachgeschliffen werden müssen. Oder Blech und Schneidenqualität passen nicht zusammen.